Online Lotto News: Lotto Hessen schraubt Umsatz 2013 um 9,5 % auf 587,3 Millionen € nach oben!

 

Lotto Hessen steigert Umsatz (Foto: Lotto Hessen)

Lotto Hessen steigert Umsatz (Foto: Lotto Hessen)

Insgesamt 69.396.832 Spielscheine wurden im Jahr 2013 bei Lotto Hessen getippt, mehr als 1,3 Millionen wöchentlich. Der Gesamtumsatz stieg von 536,6 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 587,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr, ein Plus von fast 9,5 Prozent.

Diese Zahlen gab Lotto Hessen heute im Rahmen der Jahrespressekonferenz in Wiesbaden bekannt. Statistisch gesehen gab jeder Hesse im Jahr 2013 pro Kopf 97,62 Euro bei Lotto Hessen aus, 8,44 Euro mehr als noch 2012. Das höchste Engagement zeigten dabei die Bewohner im Kreis Offenbach.

Sie tätigten mit 111,96 Euro den höchsten Pro-Kopf-Umsatz des vergangenen Jahres, dicht gefolgt von den Bewohnern Frankfurts (111,53 Euro), des Main-Taunus-Kreises (110,24 Euro) und Wiesbadens (109,75 Euro). Pro Kopf gerechnet am wenigsten setzten der Kreis Fulda (70,18 Euro), der Vogelsbergkreis (71,51 Euro) sowie der Kreis Marburg-Biedenkopf (75,35 Euro) ein.

Die Umsatzsteigerung des Jahres 2013 ist vor allem auf die erfolgreich angenommene Gewinnplanänderung beim Hauptumsatzträger Lotto 6aus49 zurückzuführen, der seinen Umsatz um 12,4 Prozent auf knapp 320,4 Millionen Euro steigern konnte, aber auch auf die hohe Zahl attraktiver Jackpots von über 20 Millionen Euro. Diese ziehen insbesondere Gelegenheitsspieler an.

Ebenfalls maßgeblich beigetragen hat die 2012 eingeführte Zahlenlotterie Eurojackpot, die inzwischen in vierzehn europäischen Teilnehmerländern Jackpotsummen von bis zu 90 Millionen Euro ausspielt und einen Umsatz in Höhe von 48,6 Millionen Euro erzielte. Zusätzliche Los-Serien und neue Preispunkte brachten außerdem bei den Rubbellosen eine Umsatzsteigerung um fast 7,1 Prozent auf 39,8 Millionen Euro.

 

Glücksspielaufsichten lassen Schwarzmarkt blühen

Bei der Sportwette Oddset gelang Lotto Hessen im vergangenen Jahr ein Plus von 3,5 Prozent auf 10,5 Millionen Euro. Zufriedenheit wollte dies bei Lotto Hessens Geschäftsführer Dr. Heinz-Georg Sundermann dennoch nicht auslösen. „Wir staatlich regulierten Anbieter können nur zusehen, wie der milliardenschwere Schwarzmarkt unter den Augen der Glücksspielaufsichten blüht und beim Konzessionsverfahren, das gleiche und regulierte Marktbedingungen für alle herstellen sollte, kein Ende in Sicht ist“, erklärte er.

Am 1. Juli 2012 wurde mit dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag die Öffnung des deutschen Sportwettmarktes für 20 Lizenznehmer beschlossen, um den zunehmenden Glücksspiel-Schwarzmarkt und die darin liegende Spielsuchtgefahren einzudämmen. Das inzwischen mehr als 1,5 Jahre dauernde Konzessionsverfahren ist jedoch vom damit beauftragten Hessischen Ministerium des Innern und für Sport noch nicht abgeschlossen. Ursachen sind vor allem die nur schwer zu begründende Begrenzung auf 20 Konzessionen sowie die Einflussnahme des Glücksspielkollegiums, des Gremiums der 16 Glücksspiel- referenten der Länder, auf das Verfahren.

Während alle Konzessionsbewerber auf ausdrückliche Erlaubnis der Glücksspielbehörden in allen Vertriebskanälen ungehindert und ohne Auflagen bis zum Abschluss des Konzessionsverfahrens weiter anbieten dürfen, wird dies dem staatlichen Anbieter Oddset mit der eigens von den Landeslotteriegesellschaften gegründeten Oddset Deutschland Sportwetten GmbH vom Glücksspielkollegium verwehrt.

Der 2012 geschlossene Glücksspielstaatvertrag sieht außerdem die Erlaubnis angemessener Werbung und das Glücksspiel im Internet vor. Doch auch hier wird die Umsetzung durch das Glücksspielkollegium konterkariert. Die von ihnen erlassenen Werbe- und Internetrichtlinien engen den Handlungsspielraum der staatlich regulierten Gesellschaften soweit ein, dass Lotto Hessen im Januar 2013 gegen die Werberichtlinie Klage erhoben hat. Unregulierte, private Glücksspielanbieter, die insbesondere über das Internet und aus dem Ausland agieren, werden von den Auflagen hingegen nicht erfasst.

„Das Glücksspielkollegium fühlt sich lediglich für die Beschränkung des regulierten Marktes zuständig und überzieht ausschließlich die staatlichen Gesellschaften mit überbordenden, marktausschließenden Auflagen“, kritisierte Sundermann. Mit Blick auf den Glücksspielstaatsvertrag resümierte Sundermann deshalb: „Er hat seine Ziele nicht erreicht, er muss dringend neu justiert werden“ und begrüßte ausdrücklich die im hessischen Koalitionsvertrag dazu gemachten Aussagen.

Der Anteil des staatlich regulierten Glücksspielmarktes am gesamten deutschen Glücksspielmarkt von geschätzt über 50 Milliarden Euro nimmt von Jahr zu Jahr ab und liegt nur noch bei 12 bis 14 Prozent. „In einem so sensiblen Bereich wie dem Glücksspiel muss aber der Staat seine Kanalisierungspflicht wahrnehmen“, so Sundermann.

Die unregulierten Anbieter außerhalb des von den Aufsichtsbehörden definierten Zuständigkeitsbereiches leisten keine Abgaben für das Gemeinwohl und können auf diesem Weg höhere Gewinne auszahlen und uneinholbare Margen erzielen.

Auch die Spielsüchtigen in Deutschland gehen auf das Konto unregulierter Glücksspiel- angebote, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in ihrer aktuellen Studie vom Februar ausweist. Problematisches oder krankhaftes Spielverhalten steht laut Studie an erster Stelle in Zusammenhang mit Geldspielautomaten, dicht gefolgt von Live-Wetten, Sportwetten und Online-Poker, nicht aber mit Lotterien oder der staatlichen Sportwette Oddset.

 

125 Millionen Euro für das Gemeinwohl

Das Gemeinwohl in Hessen profitierte im vergangenen Jahr mit 125 Millionen Euro von den Spieleinsätzen bei Lotto Hessen. Der Sport erhielt 43,9 Millionen, der Bereich Soziales 27,6 Millionen, die Kultur 30,3 Millionen und die Denkmalpflege 22,8 Millionen Euro. Zusätzlich zu diesen 125 Millionen Euro für das Gemeinwohl erwirtschaftete Lotto Hessen mehr als 100 Millionen Euro an Steuermitteln.

 

12 neue Millionäre

Zwölf Hessen machte Lotto Hessen im vergangenen Jahr zu Millionären. Die Landkreise Gießen, Lahn-Dill und Hochtaunus verzeichneten jeweils zwei neue Millionäre, die Kreise Kassel, Fulda, Main-Kinzig, Main-Taunus und Rheingau-Taunus je einen.

Ein weiterer Hesse aus dem Rhein-Main-Gebiet knackte im April 2013 den Eurojackpot und landete mit 46,1 Millionen Euro den höchsten je in Deutschland ausgespielten Gewinn. Alle hessischen Gewinner des vergangenen Jahr zusammen erzielten eine Gewinnsumme in Höhe von 288 Millionen Euro. Der mit 27,1 Millionen Euro höchste Lotto-Jackpot des Jahres 2013 wurde im September von einem Tipper aus Hessen und einem aus Berlin geknackt.

 

Marburg-Biedenkopf hat das glücklichste Händchen

Die Tipper mit dem wohl glücklichsten Händchen des Jahres 2013 wohnen im Kreis Marburg-Biedenkopf. Seine Bewohner erzielten pro Kopf gerechnet von 75,35 eingesetzten Cent einen Gewinn von 31,14 Cent und damit eine Gewinnausschöpfungsquote von 41,33 Prozent. G

erechnet auf einen Euro gewannen sie also pro Kopf 41,33 Cent. Auf den Plätzen dahinter liegen Waldeck-Frankenberg mit einer Gewinnausschöpfungsquote von 40,30 Prozent, Groß-Gerau mit 38,58 Prozent und der Werra-Meißner-Kreis mit 37,47 Prozent. S

chlusslicht bildet die Südspitze Hessens: Dem Odenwaldkreis gelang lediglich eine Ausschöpfungsquote in Höhe von 31,72 Prozent, die benachbarten Bergsträßer kamen nur auf einen Wert von 33,85 Prozent. Beiden Kreisen gelang zudem auch kein Millionengewinn. Diese wurden, um die Aussagekraft nicht zu verfälschen, in dieser statistischen Betrachtung ausgeblendet.

 

Sportlotterie geplant

Für das Jahr 2014 plant Lotto Hessen die Einführung der Deutschen Sportlotterie DSL. Lotto Hessen ist hier Mitgesellschafter der von Unternehmer Gerald Wagener und Olympiasieger Robert Harting initiierten Idee. Ziel der Lotterie ist es, mit den Erlösen die deutsche Athletenförderung auf ein internationales Niveau zu bringen.

Der Start ist für Juni geplant, die Genehmigung der Erlaubnisbehörde in Rheinland- Pfalz steht jedoch noch aus. Bei der Lotterie Eurojackpot soll 2014 der Teilnehmerkreis um fünf weitere europäische Länder erweitert werden und eine angepasste Spielformel gelten.

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